Ganggenauigkeit | Uhrenfehler
Die Ganggenauigkeit auch Uhrenfehler genannt, hängt stark vom Uhrentyp ab, da unterschiedliche Technologien jeweils ihre eigene Präzision mitbringen. Mechanische Uhren, zu denen Handaufzug- und Automatikuhren gehören, weisen die größten Abweichungen auf. In der Regel beträgt ihre Ganggenauigkeit etwa minus 20 bis plus 40 Sekunden pro Tag, wobei hochwertigere Kaliber wie Chronometer nach COSC-Zertifizierung deutlich besser abschneiden und nur etwa minus 4 bis plus 6 Sekunden pro Tag abweichen dürfen.
Quarzuhren arbeiten wesentlich präziser, da sie durch einen elektronischen Quarzoszillator gesteuert werden. Diese Uhren haben meist eine Gangabweichung von etwa plus oder minus 15 bis 30 Sekunden pro Monat. Es gibt jedoch auch hochpräzise Quarzwerke, sogenannte High Accuracy Quartz (HAQ), die nur wenige Sekunden pro Jahr abweichen.
Funkuhren setzen in Sachen Genauigkeit neue Maßstäbe, da sie sich automatisch mit einem Zeitsignal synchronisieren, das von einer Atomuhr stammt. Solange der Empfang des Signals gewährleistet ist, laufen sie praktisch immer auf die Sekunde genau. GPS-Uhren oder per Internet synchronisierte Smartwatches bieten ähnliche Präzision, da auch sie auf externe Referenzzeitquellen zurückgreifen und sich regelmäßig automatisch nachstellen.
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