Handgefertigt   |   Handmade


Bei Armbanduhren bedeutet „handgefertigt“, dass wesentliche Arbeitsschritte bei der Herstellung, Veredelung oder Montage der Uhr nicht automatisiert, sondern manuell von Fachkräften ausgeführt werden. Dabei kann es sich um das Finissieren von Werkteilen, das Zusammensetzen des Uhrwerks, das Polieren des Gehäuses oder das Dekorieren von Zifferblatt und Zeigern handeln.

Der Begriff ist rechtlich nicht streng geschützt, daher kann der tatsächliche Anteil der Handarbeit je nach Hersteller und Preissegment sehr unterschiedlich ausfallen. Bei industriell gefertigten Uhren bedeutet „handgefertigt“ oft lediglich, dass der Zusammenbau per Hand erfolgt, während die Einzelteile maschinell produziert werden. In der Haute Horlogerie (hohe Uhrmacherkunst) hingegen wird „handgefertigt“ deutlich strenger ausgelegt: Dort können Werkbrücken von Hand anglisiert, Schrauben poliert, Zifferblätter graviert oder Komplikationen von einem Uhrmacher individuell abgestimmt werden – teilweise mit Lupe und Pinzette unter hoher Konzentration.

Im Gebrauch bedeutet „handgefertigt“ meist: hohe Sorgfalt bei der Herstellung, begrenzte Stückzahlen, feine Verarbeitung und oft eine lange Fertigungszeit. Diese Uhren sind selten Massenware und werden häufig von kleineren Manufakturen oder Luxusmarken angeboten. Das schlägt sich auch im Preis nieder – nicht nur wegen der Handarbeit selbst, sondern auch wegen des damit verbundenen Qualitätsanspruchs, der Reparaturfähigkeit und des emotionalen Werts.


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