Hemmung
Die Hemmung ist das Herzstück der mechanischen Armbanduhr. Sie verbindet das Räderwerk, das von der gespannten Zugfeder angetrieben wird, mit dem schwingenden Regulierorgan, also der Unruh mit Spiralfeder. Ihre Aufgabe besteht darin, die kontinuierlich ablaufende Energie der Feder in gleichmäßige, exakt dosierte Impulse umzuwandeln. Erst durch die Hemmung wird aus der gespeicherten Kraft ein präziser Takt.
In den meisten mechanischen Armbanduhren findet sich die sogenannte Ankerhemmung, die im 18. Jahrhundert unter anderem von Thomas Mudge entscheidend verbessert wurde. Sie besteht im Wesentlichen aus dem Ankerrad, dem Anker mit zwei Palettensteinen und der Unruh. Das Ankerrad wird vom Räderwerk angetrieben und versucht ständig, sich weiterzudrehen. Der Anker blockiert jedoch abwechselnd die Zähne des Rades. Bei jeder Schwingung der Unruh gibt der Anker einen Zahn frei, sodass das Rad ein kleines Stück weiterspringt. Gleichzeitig erhält die Unruh einen kleinen Energieimpuls, der ihre Schwingung aufrechterhält.
Dieses wechselseitige Sperren und Freigeben erzeugt das typische Ticken der Uhr. Die Hemmung sorgt somit nicht nur für den gleichmäßigen Gang, sondern bestimmt maßgeblich die Ganggenauigkeit, Effizienz und Langlebigkeit einer mechanischen Armbanduhr.
| Wikipedia: Hemmung (Uhr) | LINK | |
| Schweizer Ankerhemmung vs. Co-Axial Hemmung | LINK | Ein interessanter Artikel über den Vergleich zweier Hemmungsarten bei "Watch.de". |
| Schweizer Palettenankerhemmung | LINK | Ein interessanter Artikel über diese Art der Hemmung von dem Uhren Blog "Chronoautrix". |
