LED  Anzeige

Light-Emitting Diode


Die Uhr der Star Trek Fans in den 70ern

LED-Anzeigen bei Armbanduhren sind eine frühe Form der digitalen Zeitanzeige, die vor allem in den 1970er-Jahren populär war und heute als Retro-Element oder Designthema ein Comeback erlebt. LED steht für Light Emitting Diode, also Leuchtdiode. Im Gegensatz zu LCD-Anzeigen, die Umgebungslicht benötigen oder passiv von hinten beleuchtet werden, leuchten LED-Ziffern von selbst. Das macht sie bei Dunkelheit besonders gut ablesbar, hat aber auch Auswirkungen auf den Energieverbrauch.

Bei klassischen LED-Uhren erscheinen die Zahlen meist in kräftigem Rot, seltener in Grün oder Blau, und immer nur auf Knopfdruck – das war eine bewusste Entscheidung, um die Batterie zu schonen, denn LEDs benötigen deutlich mehr Strom als LCDs. Deshalb war es üblich, dass man die Uhrzeit nur kurz sichtbar machte, indem man eine Taste drückte. Diese Interaktion verlieh der LED-Uhr ein fast technik-magisches Gefühl, was sie zur Zeit ihres Erscheinens als hochmodern erscheinen ließ.

Technisch betrachtet sind LED-Uhren sehr simpel aufgebaut, aber ihre visuelle Wirkung war – und ist – markant. Die Anzeigen bestehen aus einzelnen Segmenten, die die Ziffern darstellen.

LED Uhr aus den 1970er Jahren. Damals war man stolz eine so coole Uhr tragen zu können. Es war irgendwie eine Star Trek (erste Staffel) Uhr.

Bildquelle: pixabay.com

Im Vergleich zu modernen Smartwatches oder LCD-Uhren sind LED-Uhren jedoch nicht ständig ablesbar, sondern eben nur auf Knopfdruck. Manche neue Varianten arbeiten mit energiesparenderen Mikro-LEDs oder kombinieren LED-Elemente mit anderen Anzeigeformen, z. B. bei Hybriduhren oder Designmodellen.

Im praktischen Alltag bieten LED-Uhren also eine eher eingeschränkte Nutzung, wenn man die Anzeige nicht dauerhaft sehen kann. Sie sind jedoch stilistisch interessant, besonders als Sammlerstücke oder wenn man den Retro-Look der Digitaluhr aus den 70ern und 80ern schätzt. Einige Uhrenmarken greifen diese Ästhetik heute wieder bewusst auf – als Hommage an die Anfangszeit der digitalen Zeitanzeige. Wer also eine LED-Uhr trägt, entscheidet sich weniger aus technischer Notwendigkeit, sondern mehr aus einem ästhetischen oder nostalgischen Anspruch.