Römische Ziffern
Römische Ziffern sind ein Zahlensystem, das seinen Ursprung im Römischen Reich hat und auf Buchstaben basiert, die für bestimmte Werte stehen, etwa I für 1, V für 5, X für 10 und so weiter. Anders als unser heutiges Dezimalsystem werden Zahlen durch Kombination und Wiederholung dieser Symbole dargestellt. Dabei gilt in der Regel das Additionsprinzip, also III für 3, manchmal aber auch das Subtraktionsprinzip, zum Beispiel IV für 4 oder IX für 9.
Auf Zifferblättern von Uhren sieht man für die Vier jedoch fast immer die Schreibweise IIII anstelle von IV. Dafür gibt es verschiedene Gründe, die sich über die Jahrhunderte verfestigt haben. Einerseits sorgt IIII optisch für mehr Harmonie, da die Symmetrie zwischen den vier ersten Zahlen (I, II, III, IIII) und den darauf folgenden vier (V, VI, VII, VIII) ausgewogener wirkt. Würde man IV verwenden, stünde links nur ein kurzes Zeichenpaar und rechts ein längeres, was das Gleichgewicht stören könnte. Zudem erleichtert die einheitliche Schreibweise mit vier aufeinanderfolgenden Strichen das Ablesen und wirkt für das Auge klarer.
Manche Historiker verweisen auch auf traditionelle oder kulturelle Aspekte: In der Antike war IIII eine gebräuchliche Schreibweise, und die Uhrmacherei hat diese Form schlicht weitergeführt. So hat sich IIII auf Zifferblättern als ästhetische und traditionelle Lösung durchgesetzt, selbst wenn IV die „korrektere“ römische Schreibweise wäre.
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