Spritzwassergeschützt
Wenn bei einer Armbanduhr der Hinweis „spritzwassergeschützt“ steht, bedeutet das, dass sie gegen kleine Mengen Wasser, wie sie etwa beim Händewaschen oder durch Regen auftreten, geschützt ist, aber nicht dauerhaft unter Wasser getragen werden sollte. Solche Uhren sind nicht dafür ausgelegt, Druck oder längeren Kontakt mit Wasser auszuhalten, da die Dichtungen und Gehäusekonstruktion nur einen minimalen Schutz bieten. Ein kurzes Benetzen ist also unproblematisch, doch Baden, Duschen oder Schwimmen kann Wasser ins Gehäuse eindringen lassen und das Werk beschädigen. Der Begriff ist damit eher ein Hinweis auf eine sehr begrenzte Widerstandsfähigkeit und nicht mit einer echten Wasserdichtigkeit gleichzusetzen.
Die Wasserdichtigkeitsangaben bei Armbanduhren folgen in der Regel der internationalen Norm ISO 22810 oder, bei Taucheruhren, der strengeren ISO 6425. Dabei geht es nicht darum, wie tief man tatsächlich tauchen darf, sondern um den Druck, den eine Uhr im Labor aushält. Wenn eine Uhr nur als „spritzwassergeschützt“ bezeichnet ist, entspricht das meist keinem geprüften Standard und bedeutet lediglich, dass sie zufällige Wasserkontakte wie Regen oder Händewaschen übersteht.
Eine Angabe von 3 bar beziehungsweise 30 Meter bedeutet, dass die Uhr gegen Spritzwasser geschützt ist, aber nicht zum Schwimmen geeignet. Erst bei 5 bar oder 50 Meter gilt eine Uhr als alltagstauglich beim Duschen oder kurzen Schwimmen, allerdings nicht beim Tauchen. Mit 10 bar oder 100 Meter spricht man von Uhren, die problemlos beim Schwimmen oder Schnorcheln getragen werden können. Ab 20 bar oder 200 Meter aufwärts eignen sich Modelle auch für Sporttauchen, wobei echte Taucheruhren nach ISO 6425 zusätzlich strenge Tests auf Beständigkeit, Ablesbarkeit und Belastung durch Salzwasser bestehen müssen.
Wichtig ist, dass die Dichtungen im Laufe der Jahre altern, sodass eine Uhr ihre ursprüngliche Wasserdichtigkeit verlieren kann. Deshalb empfehlen Hersteller regelmäßige Dichtigkeitsprüfungen, besonders wenn die Uhr häufig mit Wasser in Kontakt kommt.
Eine Uhr ohne Angabe oder nur mit dem Hinweis „spritzwassergeschützt“ ist ausschließlich für gelegentliche Tropfen geeignet, also Händewaschen oder Regen. Mit 3 bar beziehungsweise 30 Meter hält sie ebenfalls nur Spritzwasser aus, nicht aber Schwimmen. Ab 5 bar beziehungsweise 50 Meter kann man eine Uhr beim Duschen oder leichten Schwimmen tragen, wobei starke Temperaturunterschiede oder Seifenwasser trotzdem problematisch sein können. Eine Angabe von 10 bar oder 100 Meter erlaubt sicheres Schwimmen und Schnorcheln, ohne dass man sich Sorgen machen muss. Ab 20 bar beziehungsweise 200 Meter sind auch Tauchgänge im Sportbereich möglich, und erst bei Uhren mit ISO-6425-Zertifizierung darf man von echten Taucheruhren sprechen, die den Belastungen beim professionellen Tauchen gewachsen sind
