Stoßfest


Wenn eine mechanische Armbanduhr als „stoßfest“ beschrieben wird, bedeutet das, dass ihr Werk so konstruiert ist, dass es durch alltägliche Erschütterungen oder leichte Stöße nicht sofort beschädigt wird. Besonders empfindlich sind dabei die feinen Lager und Zapfen der Unruh, die durch spezielle Stoßsicherungen wie etwa „Incabloc“ geschützt werden. Der Begriff heißt allerdings nicht, dass die Uhr gegen harte Schläge oder extreme Belastungen unempfindlich wäre, sondern nur, dass sie die normalen Beanspruchungen im Alltag, wie ein versehentliches Anstoßen am Türrahmen oder ein Herunterfallen aus geringer Höhe, ohne bleibenden Schaden übersteht.

Incabloc

Incabloc ist historisch gesehen einer der bekanntesten und langlebigsten Markenbezeichnungen für Stoßsicherungssysteme in mechanischen Armbanduhren. Entwickelt wurde das Incabloc-System Anfang der 1930er-Jahre von den Schweizer Ingenieuren Fritz Marti und Georges Braunschweig bei der Firma „Porte-Échappement Universel“ in La Chaux-de-Fonds. Patentiert wurde das System ab 1933, erste Serienproduktion folgte kurz darauf.

Heute gilt Incabloc SA als anerkanntes Zentrum der Präzisionstechnik innerhalb der Uhrmacherbranche. Das Unternehmen mit Sitz in La Chaux-de-Fonds entwickelt und fertigt stoßdämpfende Systeme für Unruhwellen, aber auch komplette Reguliersysteme, Feinsteinteile, sowie Bar-Turning-Komponenten und Schmuckstücke für ETA und andere renommierte Uhrenhersteller – und wird seit nahezu einem Jahrhundert als Marktführer im Bereich Stoßsicherung angesehen.


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