Titan
Titan ist in der Uhrenwelt ein besonders beliebtes Material, weil es im Vergleich zu Edelstahl deutlich leichter ist, dabei aber eine hohe Festigkeit aufweist und zudem hypoallergen ist. Uhren aus Titan fühlen sich am Handgelenk oft kaum spürbar an, was sie für viele Träger sehr angenehm macht. Außerdem ist Titan korrosionsbeständig, sogar gegen Salzwasser, was es vor allem für Taucheruhren und sportliche Modelle interessant macht.
Das typische matte Grau von Titan entsteht durch seine natürliche Oxidschicht. Titan oxidiert sofort an der Luft, diese Schicht ist fest, schützt das darunterliegende Metall und verleiht ihm die charakteristische gedämpfte, fast samtige Oberfläche. Je nachdem, ob das Titan poliert, gestrahlt oder gebürstet wird, wirkt es eher dunkel, seidig oder etwas heller.
Die bunten, schillernden Farbtöne, die man manchmal sieht, entstehen ebenfalls durch Titanoxid, allerdings auf kontrollierte Weise. Wenn man Titan elektrochemisch anodisiert, verändert sich die Dicke der Oxidschicht, und dadurch kommt es zu Interferenzerscheinungen des Lichts. Ganz ähnlich wie bei einem dünnen Ölfilm auf Wasser erscheinen dabei Farben, die von Gold über Blau und Violett bis hin zu kräftigen Regenbogen-Effekten reichen können. Diese Farben sind nicht aufgetragen, sondern ein Effekt der Oxidschicht selbst, was sie sehr beständig macht, aber dennoch bleibt die Oberfläche matt, da Titan selbst keine spiegelnde Brillanz wie polierter Stahl entwickelt.
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Bildquelle: Karel
