Totalisatoren   |   Kleine Zifferblätter


Totalisatoren bei Armbanduhren sind kleine Zifferblätter oder Anzeigen innerhalb des Hauptzifferblatts, die zusätzliche Informationen darstellen – meistens im Zusammenhang mit einem Chronographen, also einer Stoppuhrfunktion.

Sie zählen bestimmte Zeitabschnitte, die vom zentralen Chronographenzeiger (dem Sekundenzeiger der Stoppuhr) nicht direkt dargestellt werden können. Während dieser zentrale Zeiger meist die gestoppten Sekunden anzeigt, übernehmen Totalisatoren die Funktion, gestoppte Minuten, Stunden oder manchmal auch Zehntelsekunden zu zählen.

Typische Totalisatoren bei einem Chronographen sind etwa ein 30-Minuten-Zähler, ein 12-Stunden-Zähler oder ein kleiner Sekundenzeiger, der unabhängig von der Stoppfunktion läuft. Ihre genaue Anzahl und Position können je nach Uhrwerk und Modell unterschiedlich sein. Oft befinden sie sich bei 3, 6 oder 9 Uhr auf dem Zifferblatt.

Im praktischen Gebrauch erlauben Totalisatoren dem Träger, lange Zeiträume präzise zu messen und abzulesen, ohne dass alles über einen einzigen Zeiger laufen muss. Gleichzeitig dienen sie auch der optischen Gliederung des Zifferblatts und betonen den technischen Charakter vieler Sport- oder Fliegeruhren.

Ein Totalisator ist also ein spezialisierter Hilfszähler, der einem Chronographen seine volle Funktionalität verleiht – funktional wie gestalterisch.


Die legendäre Omega Speedmaster mit den entsprechenden Totalisatoren. Der Sekundenzeiger ist nicht an der zentralen Position, sondern über der 6 Uhr Markierung.
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