Davosa
Kurzvorstellung
Der Schweizer Uhrenhersteller Davosa blickt auf eine Geschichte zurück, die bis ins 19. Jahrhundert reicht. Die Wurzeln des Unternehmens liegen im Jahr 1861, als die Familie Hasler im Dorf Vallé de Joux / Schweizer Jura mit der Fertigung von Uhrenteilen begann. Über Generationen hinweg entwickelte sich aus dieser Tätigkeit eine eigenständige Marke, die heute unter dem Namen Davosa international auftritt. Der heutige Markenname wurde in den 1980er-Jahren eingeführt, doch das handwerkliche Fundament reicht deutlich weiter zurück.
Davosa positioniert sich im Segment hochwertiger, jedoch vergleichsweise erschwinglicher Schweizer Uhren. Die Marke setzt vor allem auf mechanische Werke, häufig von etablierten Schweizer Zulieferern wie ETA oder Sellita, die sorgfältig reguliert und teilweise veredelt werden. Ein Schwerpunkt liegt auf sportlichen Modellen, insbesondere im Bereich der Taucheruhren. Die Ternos Professional beispielsweise ist für hohe Wasserdichtigkeit ausgelegt und richtet sich an anspruchsvolle Sporttaucher. Robuste Gehäuse, verschraubte Kronen, Saphirglas und präzise Lünetten sind typische Merkmale.
Neben sportlichen Linien bietet Davosa auch klassische Dresswatches und elegante Chronographen an. Das Design ist meist klar und funktional, ohne übertriebene Extravaganz. Zielgruppe sind Uhrenliebhaber, die Wert auf solide Schweizer Qualität legen, jedoch nicht in das Hochpreissegment großer Luxusmarken investieren möchten. Davosa verbindet traditionelle Uhrmacherkunst mit zeitgemäßer Produktion und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Dabei bleibt die Marke bewusst unabhängig und familiär geprägt, was ihr eine authentische Identität verleiht.
| Hersteller | |
| Anschrift Zentrale | Bohle GmbH (Distribution): Schöne Aussicht 5, D-32425 Minden, Deutschland Produktion: Tramelan, Schweiz |
| Website | https://www.davosa.com/ |
| Wikipedia | https://de.wikipedia.org/wiki/Davosa |
| info@davosa.com | |
| Gründungsdatum | 1881 (Wurzeln der Uhrmacherfamilie Hasler), Markenname Davosa seit 1987 |
| Zielgruppe | Taucher, Outdoor-Enthusiasten, preisbewusste Liebhaber von "Hommagen" und Toolwatches |
| Preisniveau | Mittelklasse (ca. 450 € bis 2.500 €) |
| Wichtigste Modellreihen | Ternos (Diver-Ikone), Argonautic, Newton (Pilot/Classic), Apnea, EVO 1908 |
| Verkaufte Stückzahlen | Schätzungsweise 25.000 bis 40.000 Stück / Jahr |
| Verwendete Werke | Hauptsächlich Sellita (SW200-1, SW510 etc.), vereinzelt ETA oder Valjoux |
| Umsatz | Schätzungsweise 8 – 15 Mio. € (Privat geführtes Familienunternehmen) |
| Gehört zu | Unabhängig (Eigentümerfamilie Bohle) |
| Anzahl Mitarbeiter | Ca. 20–30 (Kernteam in Deutschland und der Schweiz) |
| Sonstiges | Hauptabsatzmarkt: Deutschland (stärkster Markt), Europa, USA, Russland |
Die Hasler-Connection: Die Marke entstand aus der Zusammenarbeit der Schweizer Uhrmacherfamilie Hasler und dem deutschen Uhrendistributor Bohle. Diese deutsch-schweizerische Symbiose ist bis heute das Rückgrat der Firma. Der "Ternos"-Erfolg: Die Ternos-Serie gilt als eine der qualitativ hochwertigsten Alternativen zur Rolex Submariner im Segment unter 1.000 € . Besonders die Keramiklünetten und die Gehäuseverarbeitung genießen in der Community einen exzellenten Ruf. Abenteuer-DNA: Davosa engagiert sich stark im Extremsport. Der Freitaucher Nik Linder ist ein prominenter Markenbotschafter. Für ihn wurde die Apnea entwickelt – eine Uhr, die man aufstellen kann, um Atemübungen am Beckenrand zu timen. Stratosphäre-Test: Um die Robustheit zu beweisen, schickte Davosa eine Argonautic an einem Heliumballon in ca. 35.000 Meter Höhe. Die Uhr überstand die extreme Kälte und Druckunterschiede schadlos. | |
| Limitierte Editionen: Davosa ist bekannt für geschmacksstarke Sondereditionen, wie die Ternos Professional "Seventy-Five", die oft schnell vergriffen sind und eine hohe Sammlertreue genießen. | |
| Swiss Made Siegel: Trotz der deutschen Verwaltung legt Davosa größten Wert auf das "Swiss Made"-Label. Die gesamte Montage und Endkontrolle findet in der Schweiz statt, um die Qualitätsstandards der Schweizer Uhrmacherkunst zu wahren. |
