Schwanenhals-Feinregulierung


Die Schwanenhals-Feinregulierung ist ein spezieller Mechanismus in mechanischen Uhren, der zur besonders präzisen Einstellung der Ganggenauigkeit dient. Sie verdankt ihren Namen der Form einer fein geschwungenen Feder, die an einen Schwanenhals erinnert.

Bei mechanischen Uhren wird die Ganggeschwindigkeit im Wesentlichen durch die Unruh und ihre Spiralfeder bestimmt. Um kleine Abweichungen zu korrigieren, braucht es eine Vorrichtung, mit der man die wirksame Länge der Spiralfeder minimal verändern kann. Genau hier setzt die Schwanenhals-Feinregulierung an. Eine geschwungene Feder drückt dabei gegen den Rückerzeiger, also das kleine Bauteil, das die aktive Länge der Spirale bestimmt. Mithilfe einer Stellschraube lässt sich dieser Druck äußerst präzise justieren. Dadurch kann der Uhrmacher den Gang der Uhr in winzigen Schritten schneller oder langsamer einstellen.

Der Vorteil dieser Konstruktion liegt in der Stabilität und der Feineinstellung. Während einfache Rückersysteme leichter verrutschen können, fixiert die Schwanenhals-Feder den Rückerzeiger sicher und erlaubt dennoch sehr exakte Korrekturen. Sie ist daher oft in höherwertigen Uhrenwerken zu finden und gilt zugleich als technisches wie auch ästhetisches Qualitätsmerkmal, da sie durch den Glasboden sichtbar ist und optisch Eleganz vermittelt.


Wikipedia: Reglage /  KleinuhrenLINK

Bei 4 Uhr: Rücker mit Schwanenhalsregulierung.
Bildquelle: -jha-