Skelettuhr


Eine Skelettuhr ist eine mechanische Armbanduhr, bei der das Uhrwerk so weit wie möglich freigelegt ist, damit der Träger die Mechanik im Inneren beobachten kann. Anders als bei Uhren mit einfachem Sichtboden, die nur die Rückseite offenbaren, wird bei einer Skelettuhr das Werk selbst durchbrochen, ausgeschnitten und oft auch kunstvoll dekoriert. Platinen, Brücken und Räder werden so bearbeitet, dass nur die tragenden Strukturen übrig bleiben. Dadurch entsteht ein filigraner, fast transparenter Eindruck, bei dem Zahnräder, Hemmung und Federhaus sichtbar ineinandergreifen.

Der Reiz einer Skelettuhr liegt in der ästhetischen Verbindung von Technik und Kunsthandwerk. Uhrmacher zeigen mit ihr nicht nur die Funktion des Werks, sondern auch die Schönheit der Konstruktion. Oft werden die freigelegten Teile graviert, poliert oder mit Schliffen versehen, um die optische Wirkung zu verstärken. Damit ist die Skelettuhr nicht nur ein Instrument zur Zeitmessung, sondern auch ein Ausdruck traditioneller Uhrmacherkunst und handwerklicher Raffinesse.

Praktisch betrachtet hat eine Skelettuhr Vor- und Nachteile. Sie ist faszinierend anzusehen und vermittelt ein tiefes Gefühl für die Mechanik, kann aber bei der Ablesbarkeit leiden, da die Zeiger sich manchmal schwer vom durchbrochenen Hintergrund abheben. Außerdem ist die Herstellung aufwendiger, was sie meist teurer macht als ein vergleichbares geschlossenes Modell.

Skelettuhren werden von vielen Marken angeboten, von erschwinglichen Herstellern bis hin zu Haute-Horlogerie-Manufakturen wie Audemars Piguet, Vacheron Constantin oder Hublot, die besonders kunstvolle Interpretationen präsentieren. 

Skelettuhren gelten daher als Liebhaberstücke für Menschen, die nicht nur die Funktion, sondern auch das Innenleben und die Ästhetik der Uhr bewusst erleben möchten.


Wikipedia:  SkelettuhrLINK

Handskelettierte Armbanduhr der schweizer Firma Breguet.
Bildquelle: jcw - Eigenes Werk