Gangreserve


Die Gangreserve bezeichnet die Zeitspanne, während der eine mechanische Uhr – sei es eine Handaufzugs- oder Automatikversion – weiterläuft, nachdem sie vollständig aufgezogen wurde. Sie beschreibt also, wie lange die Uhr ohne erneute Energiezufuhr durch Aufziehen oder Bewegung funktionieren kann, bevor sie stehen bleibt.

Die Energie, die die Uhr zum Laufen bringt, wird in einer spiralförmig aufgewickelten Zugfeder gespeichert, die sich im sogenannten Federhaus befindet. Sobald die Feder gespannt ist, beginnt sie sich langsam zu entspannen und treibt dabei das Uhrwerk an. Die Dauer, die dieser Vorgang dauert, ist die Gangreserve. Sie kann je nach Kaliber und Bauweise stark variieren – bei einfachen Modellen sind es etwa 36 bis 48 Stunden, während moderne oder besonders hochwertige Werke auch 72 Stunden, mehrere Tage oder sogar über eine Woche Laufzeit bieten können.

Die Gangreserve ist ein wichtiges Kriterium für den Tragekomfort einer Uhr, denn eine längere Reserve bedeutet, dass die Uhr länger weiterläuft, wenn sie nicht getragen wird oder der Träger sie vergisst aufzuziehen. Besonders bei Uhren, die nicht täglich benutzt werden, ist eine hohe Gangreserve von Vorteil, da sie die Zeit zuverlässiger überbrücken kann.


Wikipedia:  GangreservenanzeigeLINK

Gangreserveanzeige bei einer Maurice Lacroix Masterpiece Calendrier Rétrograde 76840 Silver | Referenz: MP6198.
Bildquelle: KENTI Vintage Shop Japan