Handaufzug
Armbanduhren mit Handaufzug sind mechanische Uhren, die ausschließlich per Hand aufgezogen werden müssen, um zu funktionieren. Im Gegensatz zu Automatikuhren, die sich durch Bewegung des Handgelenks aufziehen, haben Handaufzugsuhren keinen Rotor, sondern verlassen sich auf das tägliche manuelle Spannen der Zugfeder durch die Krone.
Man muss wissen, dass das tägliche Aufziehen Teil des normalen Gebrauchs ist – es ist kein Makel, sondern ein charakteristisches Element dieses Uhrentyps. Viele Enthusiasten schätzen genau das: den direkten Kontakt zum Uhrwerk, das Gefühl von Mechanik und die reduzierte Bauweise, die oft flachere Gehäuse ermöglicht. Das macht viele Handaufzugsuhren besonders elegant.
Beim Aufziehen dreht man Krone im Uhrzeigersinn, bis man einen deutlichen Widerstand spürt. Ab diesem Punkt sollte man nicht weiterdrehen, um ein Überdrehen und möglichen Schaden an der Zugfeder zu vermeiden. Die Gangreserve – also wie lange die Uhr ohne erneutes Aufziehen weiterläuft – liegt meist zwischen 36 und 72 Stunden, je nach Werk. Es ist sinnvoll, die Uhr einmal täglich zur gleichen Zeit aufzuziehen, idealerweise morgens.
Wichtig ist auch, dass man beim Aufziehen nicht zu viel Druck ausübst, besonders wenn die Uhr älter ist und keine moderne Rutschkupplung besitzt. Pflege und Wartung sind bei Handaufzugsuhren ebenso wichtig wie bei Automatikwerken: alle paar Jahre sollte das Uhrwerk gereinigt und geölt werden, damit es präzise läuft.
Zusammengefasst: Eine Uhr mit Handaufzug erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit und Umgang, bietet dafür aber ein besonders ursprüngliches Trageerlebnis. Sie ist ideal für Menschen, die Freude an traditioneller Uhrmacherkunst und täglichem Ritual haben.
| Wikipedia: Aufzugkrone | LINK |
