Zahnräder | Gears
Bei Armbanduhren spielen Zahnräder eine zentrale Rolle für die Funktion des mechanischen Werks, da sie die Kraftübertragung und die präzise Zeitmessung ermöglichen. Sie sind essenziell, um die Energie aus der Zugfeder über die verschiedenen Getriebestufen bis hin zum Hemmungssystem und den Zeigern zu leiten. Die Zahnräder sind in der Regel aus Messing oder Stahl gefertigt und müssen extrem präzise gearbeitet sein, um eine reibungsarme Bewegung zu gewährleisten. Die Anordnung und Form der Zahnräder, auch Räderwerk genannt, bestimmen die Frequenz des Werks und die Geschwindigkeit der Zeiger. Jedes Zahnrad hat eine bestimmte Anzahl von Zähnen, die genau mit den Zähnen des nächsten Rades ineinandergreifen, um die Drehzahl zu reduzieren und das Drehmoment zu erhöhen, was für die korrekte Anzeige der Zeit unerlässlich ist.
Die genaue Anzahl der Zahnräder in einem mechanischen Armbanduhrwerk lässt sich nicht pauschal bestimmen, da sie stark vom jeweiligen Uhrwerk und seinen Komplikationen abhängt. Ein einfaches Handaufzugswerk hat in der Regel weniger Zahnräder als ein komplexes Automatikwerk mit zusätzlichen Funktionen wie Datum, Wochentag oder Mondphase. Ein typisches Basiswerk für eine einfache Dreizeigeruhr kann zwischen 20 und 30 Zahnräder enthalten, während ein Werk mit weiteren Komplikationen deutlich mehr Zahnräder und zusätzliche Bauteile, wie z.B. Mikrogetriebe, besitzt.
In komplizierten Werken wie Tourbillons oder Minutenrepetitionen kann die Anzahl der Zahnräder über 100 betragen.
