Spitznamen
In der Uhrensammelerszene gibt es viele viele Begriffe, die für Außenstehende teil weise sehr komisch wirken, oder was soll eine Rolex Submariener Batman oder eine Omega Speedmaster Snoopy sein?
Hier eine Erklärung der - kurz und knackig:
Spitznamen alphabetisch und nach Themen sortiert:
- Batman
- Batgirl
- Cookie Monster
- Bruce Wayne
- Hulk
- Kermit
- Robin
- Superman
- The Joker
- Smurf
- Snoopy
- Blueberry
- Cherry
- Coke
- Fanta
- Pepsi
- Root Beer
- Starbucks
- California Dial
- Maxi Dial
- Meteor Dial
- Nipple Dial
- Panda
- Reserve Panda
- Spider Dial
- Tropical Dial
- Tiger Eye | Tigerauge
- Snowflake
- Alaska Projekt
- El Primero
- Fat Lady
- Ghost Bezel
- Moon Watch / Moonwatch die Erste
- Paul Newman
- Polar
- President
- President-Killer
- Stingray
- Zenith Daytona
Superhelden und Comic- Charaktere:
Batman
Rolex GMT-Master II mit blau-schwarzer Keramiklünette am Oyster-Band.
Batgirl
Die blau-schwarze Rolex GMT-Master II, aber am eleganteren Jubilé-Band.
Cookie Monster
Die Rolex Submariner in Weißgold mit blauer Lünette, aber schwarzem Ziffernblatt.
Bruce Wayne
Die neue, dezentere Rolex GMT-Master II mit schwarz-grauer Lünette.
Hulk
Rolex Submariner mit grünem Zifferblatt und grüner Keramiklünette.
Kermit
Die erste grüne Jubiläums-Rolex Submariner mit schwarzem Ziffernblatt und grüner Alu-Lünette.
Robin
Oft für die Tudor Black Bay GMT (blau-rot) bezeichnet, als „kleiner Begleiter“ der Rolex-Modelle, da Robin auch der kleine Begleiter (Sidekick) von Batman war.
Superman
Ein Spitzname für die französische Marke Yema Modell Superman oder blaue Heritage-Taucheruhren.
The Joker
Bezieht sich meist auf die ikonische Uhr von Konstantin Chaykin mit Gesichts-Indikation, die gebraucht für lässige 26.700,- Euro erwerbbar ist.
Smurf
Die Rolex Submariner aus Weißgold mit komplett blauer Lünette und blauem Blatt.
Snoopy
Begehrte Omega Speedmaster Sondereditionen mit dem berühmten Beagle auf dem Ziffernblatt.
Kulinarisches und Farben:
Blueberry
Eine extrem seltene Vintage- Rolex GMT-Master mit einer rein blauen Lünetteneinlage.
Cherry
Bezieht sich auf ein Zifferblatt in freundlichem aber sattem Kirschrot. Hier am Beispiel einer Rolex Day-Date.
Coke
Die Rolex GMT-Master Variante mit schwarz-roter Lünette.
Fanta
Uhren mit auffallend orangen Akzenten (z.B. Christopher Ward, Rolex Milgauss oder Doxa).
Pepsi
Der Klassiker: Eine Rolex GMT-Master mit blau-roter Lünette.
Root Beer
Rolex GMT-Modelle in Braun/Gold-Tönen, die an das US-Erfrischungsgetränk erinnern.
Starbucks
Die moderne Rolex Submariner (41mm) mit grünem Keramiklünette und schwarzem Ziffernblatt.
Ziffernblätter und Details
California Dial
Das California Dial ist ein einzigartiges Zifferblatt-Design, bei dem die obere Hälfte aus römischen Ziffern (I, II, X, XI) und die untere Hälfte aus arabischen Ziffern (4, 5, 7, 8) besteht. Ursprünglich von Rolex in den 1930ern entwickelt, wurde es durch Panerai-Kampftaucheruhren berühmt. Der Name entstand erst später durch einen kalifornischen Zifferblatt-Restaurator.
Maxi Dial
Zifferblätter mit vergrößerten Leuchtindizes für mehr Präsenz. Hier am Beispiel einer Seiko 5 GMT Automatik
Meteor Dial
Zifferblätter aus dem echten Gestein von Meteoriten. Hier am Beispiel einer KNIS Automatik.
Nipple Dial
Bitte nichts sexistisches denken . Es handelt sich dabei Vintage-Indizes bei Rolex, die kegelförmig hervorstehen.
Panda
Weißes Zifferblatt mit schwarzen Totalisatoren (wie das Gesicht eines Pandas). Hier am Beispiel einer Hanhart.
Reserve Panda
Schwarzes Zifferblatt mit weißen Totalisatoren. Im Prinzip wie das Panda Ziffernblatt nur andersherum. Hier am Beispiel einer Hanhart.
Spider Dial
Ein Lackschaden bei Vintage-Uhren, der wie ein Spinnennetz aussieht. Das passiert, wenn alte Lackschichten reißen.
Tropical Dial
Ein durch Sonne verfärbtes Ziffernblatt, das einen schönen Braunton angenommen hat. Hier am Beispiel einer Omega Seamaster.
Tiger Eye | Tigerauge
Ein Tiger- Eye Zifferblatt aus dem gleichnamigen Edelstein (Tigerauge). Jeder Stein ist einzigartig und deshalb ist jedes Ziffernblatt unterschiedlich und aus diesem Grund ein Unikat. Hier am Beispiel einer Ebel.
Snowflake
Die markanten eckigen Zeiger die angeblich Tudor erstmals in dieser Formgebung genutzt haben soll.
Ikonen und Geschichte
Alaska Projekt
Die Omega Speedmaster mit dem massiven roten Aluminium-Hitzeschild.
El Primero
Das legendäre erste Automatik-Chronographenwerk von Zenith.
Fat Lady
Die erste Rolex GMT-Master II (Ref. 16760) mit extra dickem Gehäuse.
Ghost Bezel
Eine verblasste Lünette, die grau oder eben „geisterhaft“ wirkt.
Moon Watch / Moonwatch die Erste
Folgende Uhren waren auf dem Mond:
Omega Speedmaster Professional (Chronograph):
- Apollo 11 - Träger: Buzz Aldrin. Neil Armstrong ließ seine Uhr als Backup in der Landefähre zurück.
- Apollo 12 - Träger: Alan Bean und Charles "Pete" Conrad.
- Apollo 14 - Träger: Alan "Al" Shepard und Edgar "Ed" Mitchell.
- Apollo 15 - Träger: David Scott und James "Jim" Irwin.
- Apollo 16 - Träger: John Young und Charles "Charlie" Duke.
- Apollo 17 - Träger: Eugene "Gene" Cernan und Harrison "Jack" Schmitt.
Es gab nur eine einzige Mission, bei der eine Bulova den Mondboden berührte, und das war ein "privater Einsatz":
- Apollo 15 - Träger: David Scott (Kommandant) trug bei seinem dritten Mondspaziergang (EVA 3) seinen privaten Bulova Chronographen (Modellnr. 88510/01). Bei seinem zweiten Einsatz war das Glas seiner offiziellen Omega Speedmaster Professional abgesprungen. Da er eine funktionierende Uhr zur Zeitmessung benötigte, griff er auf sein privates Backup-Modell von Bulova zurück.
Diese Uhr wurde 2015 für über 1,6 Millionen US-Dollar versteigert, da sie die einzige Uhr in Privatbesitz ist, die jemals auf dem Mond getragen wurde (die Omegas gehören der US- Regierung).
Es gab noch berühmte Erwähnungen:
- Apollo 14 - Träger - Edgar Mitchell: Rolex GMT-Master: Während der Apollo 14 Mission trug der Astronaut Edgar Mitchell zusätzlich zu seiner offiziellen Omega Speedmaster seine private Rolex GMT-Master (Ref. 1675). Fotos belegen, dass er sie unter seinem Raumanzug trug. Da er damit auf dem Mond herumlief, gilt sie als die dritte Marke auf dem Erdtrabanten, obwohl sie nicht für den Außeneinsatz zertifiziert war.
- Es gibt Berichte, dass Astronauten (wie James "Jim" Irwin) private Uhren als Backup in der Landekapsel hatten, aber ein Einsatz direkt auf dem Mondboden ist für andere Marken außer Omega, Bulova und (privat) Rolex nicht gesichert dokumentiert.
- Die russischen Kosmonauten nutzten später Uhren von Fortis Novonaut für ihre Weltraumausstiege, aber diese fanden nicht auf dem Mond statt.
Der Weg ins Weltall der Omega Speedmaster Professional ist zweifellos eine der ikonischsten Uhren der Welt. Ihr Weg vom Rennsport-Chronographen zur „Moonwatch“ ist eine Geschichte voller glücklicher Fügungen und kompromissloser Präzision.
Im Jahr 1964 suchte die NASA eine Uhr für ihre bemannten Weltraummissionen. Sie kaufte anonym Chronographen verschiedener Marken (darunter Rolex, Longines und Breitling) und unterzog sie brutalen Tests: extreme Hitze, eisige Kälte, massive Vibrationen, Vakuum und hoher Druck. Am Ende blieb nur eine Uhr übrig, die alle Tests bestand: die Omega Speedmaster.
- Das Werk: In den ersten Modellen (Ref. 105.012 und 145.012) schlug das legendäre Handaufzugskaliber 321 mit Säulenradsteuerung. Später wurde es durch das günstigere, aber robustere Kaliber 861 (Nockensteuerung) ersetzt.
- Das Glas: Verwendet wurde Hesalit (Acrylglas). Der Grund war rein praktisch: Wenn Acryl bricht, splittert es nicht in tausend winzige, scharfe Teile, die in der Schwerelosigkeit für die Astronauten gefährlich werden könnten.
- Die Lünette: Die Speedmaster war der erste Chronograph, der die Tachymeterskala vom Zifferblatt auf die Lünette verlegte, um die Ablesbarkeit zu verbessern.
Rettung der Apollo 13: Ihren wohl wichtigsten Einsatz hatte die Speedmaster nicht während einer Landung, sondern während des Beinahe-Unglücks von Apollo 13. Nachdem die Bordcomputer ausgefallen waren, nutzte Astronaut Jack Swigert seine Speedmaster, um die exakt 14-sekündige Zündung der Triebwerke zu stoppen. Nur dadurch konnte die Kapsel im richtigen Winkel in die Erdatmosphäre eintreten. Dafür erhielt Omega von der NASA den „Silver Snoopy Award“, die höchste Auszeichnung für Verdienste um die bemannte Raumfahrt.
Paul Newman
Spezielle Rolex Daytona-Zifferblätter (Exotic Dials), die der Schauspieler Paul Newman trug. Eine Rolex Cosmograph Daytona Referenz 6239 aus dem Besitz Newmans wurde im Oktober 2017 für umgerechnet 15,3 Millionen Euro versteigert und war damit die bis dahin teuerste Armbanduhr der Welt.
Polar
Die Rolex Explorer II mit dem strahlend weißen Zifferblatt.
President
Die Rolex Day-Date (wegen des speziellen President-Armbands).
President-Killer
Oft die Tissot PRX Powermatic 80, die Christopher Ward The Twelve, Maurice Lacroix Aikon oder ähnliche Uhren, die viel Luxus für wenig Geld bieten.
Zenith Daytona
Die Rolex Daytona Ära (ca. 1988–2000), in der ein modifiziertes Zenith El Primero Werk arbeitete.
