Kaliber   |   Caliber   |   Uhrwerk


Der Begriff Kaliber (oft auch als „Caliber“ bezeichnet) bei einer Armbanduhr steht für das Uhrwerk – also das mechanische oder elektronische „Herz“ der Uhr, das für den Antrieb der Zeiger, das Messen der Zeit und eventuell weitere Funktionen wie Datum oder Chronograph verantwortlich ist. Der Kaliberbegriff umfasst dabei nicht nur die technischen Eigenschaften, sondern auch die exakte Bauweise und Identität des Uhrwerks.

Jeder Uhrenhersteller oder Werkelieferant vergibt eine Kaliberbezeichnung (zum Beispiel ETA 2824-2, Rolex 3230 oder Seiko 6R35), um unterschiedliche Werktypen voneinander zu unterscheiden. Diese Bezeichnung hilft Uhrmachern, Sammlern und Käufern, ein bestimmtes Werk eindeutig zu identifizieren – mit Informationen zu Gangreserve, Frequenz, Lagersteinen, Funktionen, Größe und technischen Besonderheiten.

In der traditionellen Uhrmacherei wurde „Kaliber“ ursprünglich verwendet, um die Form und Maße eines Uhrwerks zu beschreiben, doch heute steht der Begriff im Alltag vor allem für das Modell oder die Variante des Uhrwerks selbst. Ein Kaliber kann von einem Dritthersteller wie ETA, Sellita, Miyota oder Seiko stammen oder als sogenanntes Manufakturkaliber direkt vom Uhrenhersteller selbst entwickelt und gebaut worden sein – was oft ein Zeichen für Exklusivität und technische Unabhängigkeit ist.

Im Gebrauch bedeutet das: Wenn man weiß, welches Kaliber in der Uhr arbeitet, kannst man viel über ihre Qualität, Wartbarkeit, Präzision und Herkunft erfahren. Manche Kaliber gelten als besonders robust und weit verbreitet (z. B. das ETA 7750 bei Chronographen), andere sind technisch komplex oder selten – das macht sie für Sammler besonders interessant.


Wikipedia:  Kaliber (Uhr)LINK

Chronographen-Uhrwerk der Tianjin Seagull Watch Group.
Bildquelle: Martell - Eigenes Werk